LIEBE KENNT KEINE SPRACHGRENZEN: TIPPS FÜR EURE MEHRSPRACHIGE HOHCZEIT

Wenn die Braut auf Deutsch und der Bräutigam auf Französisch antwortet – oder die eine Hälfte der Gäste aus St. Gallen und die andere aus Übersee anreist, dann wird es erst richtig spannend. Mehrsprachige Hochzeiten sind wunderbar: Sie sind international, vielfältig und oft besonders herzlich.

Aber Hand aufs Herz: Sie bringen auch ein paar logistische Herausforderungen mit sich. Damit sich am Ende alle Gäste wohlfühlen und niemand „Bahnhof“ versteht, habe ich hier die wichtigsten Punkte für eure mehrsprachige Planung zusammengefasst.

1. Die Einladungen: Ein erster Vorgeschmack

Wenn ihr Gäste aus verschiedenen Sprachregionen habt, sollte die Einladung das schon widerspiegeln. Ihr müsst nicht jeden Text doppelt und dreifach abdrucken, wenn das zu unruhig wirkt. Oft reicht es, die wichtigsten Infos in beiden Sprachen aufzuführen oder, noch besser, zwei verschiedene Versionen der Einladung zu gestalten. Das zeigt euren Gästen sofort: „Wir haben an euch gedacht und ihr seid uns wichtig.“

2. Die Zeremonie: Wer versteht was?

Das ist der emotionalste Teil des Tages. Damit nicht nur eine Sprachgruppe mitgerissen wird, solltet ihr hier planen:

  • Zweisprachige Trauredner: Viele freie Trauredner sind auf mehrsprachige Zeremonien spezialisiert.

  • Abwechslung statt Übersetzung: Statt jeden Satz nacheinander zu übersetzen (was den Redefluss oft stört), könnt ihr Abschnitte planen. Zum Beispiel: Die Begrüssung auf beiden Sprachen, das Ja-Wort in der Sprache des Herzens, die Lesungen abwechselnd.

  • Programmhefte: Ein kleines Heftchen mit dem Ablauf in verschiedenen Sprachen ist ein tolles Hilfsmittel. So können alle dem Geschehen folgen, ohne dass eine lange Übersetzung den Moment unterbricht.

3. Der Apéro und das Dinner

Im Schweizer Raum ist der Apéro das Herzstück der Kommunikation. Hier mischen sich die Gäste am besten.

  • Sitzordnung: Mischt eure Gäste! Wenn ihr nur „die Franzosen“ an einen Tisch setzt und „die Deutschschweizer“ an einen anderen, bleibt ihr unter euch. Wenn ihr die Gäste mischt, entsteht eine natürliche Dynamik und oft findet sich am Tisch immer jemand, der dolmetschen kann.

  • Speisekarte: Legt die Menükarten zweisprachig aus. Das ist nicht nur hilfreich, sondern sieht auch edel aus.

4. Moderation und Reden

Hier solltet ihr im Vorfeld mit den Trauzeugen und denjenigen, die eine Rede halten wollen, sprechen.

  • Kurz und knackig: Eine Rede, die zwanzig Minuten lang ist, wird für den Teil der Gäste, der sie nicht versteht, sehr lang. Bittet eure Redner, sich kurz zu halten oder eine kurze Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache zu geben.

  • Die Rolle der Moderation: Wenn ihr einen DJ oder einen Moderator habt, sollte dieser ebenfalls in der Lage sein, die wichtigsten Ansagen (z. B. „Bitte zur Torte kommen“) in beiden Sprachen zu machen.

Mein Fazit: Locker bleiben!

Das Wichtigste bei einer mehrsprachigen Hochzeit ist: Nimmt es gelassen. Es muss nicht jeder jedes Wort verstehen. Die Stimmung, das Lachen, die Tränen der Rührung, das sind die Dinge, die jeder versteht, ganz egal welche Muttersprache er spricht.

Kommuniziert im Vorfeld einfach klar, was geplant ist, und sorgt dafür, dass sich die Gäste willkommen fühlen. Wenn ihr euch wohlfühlt und entspannt seid, überträgt sich das automatisch auf eure Gäste.

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WORAN ERKENNT MAN EINEN GUTEN HOCHZEITSPLANER?